Bald wird klar, dass es bereits die nächste Generation ist. Ihre Eltern kamen als Drogenabhängige zur Therapie ins Reha-Zentrum und ihr Leben wurde vollkommen neu. Viele ihrer Kinder haben im Reha-Zentrum zum ersten Mal Geborgenheit und Annahme erlebt. Andere wurden erst geboren, als ihre Eltern bereits die Reha abgeschlossen hatten und als ein Ausdruck der wiederhergestellten Beziehungsfähigkeit neue Familien gründeten.
Neben der Drogentherapie bietet das Reha-Zentrum Freizeitangebote für die Jugendlichen an. So ist das Reha-Zentrum auch für sie ein Zuhause geworden, ein sicherer Ort, wo sie Freunde finden und Ermutigung, Anregung und Förderung erleben und in unterschiedlichen Bereichen kreativ sein und ihre Talente einbringen können.
Da ist z.B. Igor, dessen Eltern schwerst alkohol- und drogenabhängig waren. Sie lernten sich nach der Reha kennen, heirateten und gründeten eine Familie. Igor selbst sagt: „Ich liebe das Reha-Zentrum, weil ich dort aufgewachsen bin und Freunde habe. Und dort bin ich zum ersten Mal Gott begegnet.“ Er spielt in der Teenie-Band und bringt dort seine musikalische Kreativität ein.
Ein weiteres Teenager-Mädchen heißt Nastia. Als sie fünf Jahre alt war, fing ihre Mutter an, Drogen zu nehmen und kam ins Gefängnis. Nach der Entlassung absolvierte die Mutter erfolgreich die Reha. Nastia, die in dieser Zeit bei einer Pflegefamilie lebte, kam regelmäßig ins Reha-Zentrum, um ihre Mutter zu sehen. Bis heute verbringt Nastia jede freie Minute im Reha-Zentrum und ist mittlerweile aktiv im Medien- und Tanzteam dabei. Auch ihre Ferien verbringt sie gerne dort und hilft beim Sommerlager mit, zu dem viele Kinder und Jugendliche aus verschiedenen Städten Weißrusslands kommen.
Für Albina ist das Reha-Zentrum der Ort, wo ihre Freunde sind, und mit dem sie Leben, Rettung und Wiederherstellung verbindet. Sie kam das erste Mal mit ihrer Mutter ins Zentrum, als sie zehn Jahre alt war, später im Rahmen eines Kinderferienlagers. Die Zeiten dort haben ihr Denken komplett geändert, und seit fünf Jahren führt sie ein Leben voller Freude und Perspektive für die Zukunft.
Kolyas Stiefvater war drogenabhängig. Er absolvierte dann aber die Reha und kann heute wieder bei seiner Familie leben, was für alle ein großes Wunder ist.
Kolya kommt gern ins Reha-Zentrum, weil er dort seine Freunde treffen und seine Gaben einbringen kann. In einem Sommer haben er und eine Gruppe junger Leute bei der Gartenarbeit, beim Putzen und beim Kochen geholfen. So fühlen sich die jungen Leute gebraucht. Sie werden herausgefordert, neue Verantwortungen zu übernehmen, und können gleichzeitig die gemeinsame Zeit genießen.
Mehr Infos zum Reha-Zentrum: https://tos-ministries.org/freivondrogen
