Melina aus Argentinien
Die Mitarbeiter der Kita in Jujuy, Argentinien lernten Melina als schüchternes Mädchen kennen, das sich ausschließlich durch Gesten verständigte. Die liebevolle Zuwendung des Teams half der Kleinen, sprechen zu lernen. Das hatte spürbare positive Auswirkungen auf ihren Umgang mit den anderen Kita-Kindern. Selbst in ihrer Familie wurde die Veränderung sichtbar: Melina begann, von sich aus Dinge mit ihrer Schwester zu teilen. Dank ihrer Zeit in der Kita konnte sie soziale Kompetenzen aufbauen, die sie für die nächste Etappe, den Kindergarten benötigte. Dort hat sich Melina mittlerweile gut eingelebt.
Juan aus Ecuador
Juan ist ein fröhlicher junger Mann, der es liebt, bei den Präventionsworkshops in unserem Standort Guayaquil, Ecuador mitzuhelfen. Aus eigener Erfahrung weiß er, dass diese Kinderprogramme lebensverändernd sein können. Er nahm von klein auf daran teil – in seiner Anfangszeit noch sehr verschüchtert. Es bereitete ihm Schwierigkeiten, in Gruppen aus sich herauszukommen. Durch die Zuwendung und Förderung durch das Team änderte sich das. Heute ist er selbstbewusst, sucht die Gesellschaft anderer und hat einen erfolgreichen Schulabschluss gemacht. Seine Geschichte hat Vorbildcharakter für andere Teenager in seinem von Gewaltexzessen und kriminellen Jugendbanden geprägten Viertel.
Salome aus Ecuador
Bei der öffentlichen Weihnachtsfeier erzählte Salome selbstbewusst ihre Geschichte ins Mikrofon. Kaum jemand von den 500 Gästen hätte gedacht, dass das Teenager-Mädchen wenige Monate zuvor sogar vor kleinen Gruppen kein Wort herausgebracht hatte. Diese Schwierigkeiten kamen nicht von ungefähr. Salome ist in einem Umfeld aufgewachsen, in dem die Erwachsenen ihr vermittelten, dass sie nichts könne. Es fehlte ihr an Ermutigung und Förderung. Was hat Salome verändert? Die Fürsorge der Mitarbeiter und die Angebote unserer Präventionsprogramme haben ihr Selbstvertrauen gestärkt. Sie konnte Mut und Freude entwickeln, Verantwortung zu übernehmen, und hilft heute selbst bei den Präventionsprogrammen mit, die für sie prägend waren.
Isidro aus Bolivien
Isidro ist ein aufgeweckter Junge, der sich für Flugzeuge und Autos begeistert. Er wächst im Transformatorenhaus in Sucre, Bolivien auf. Für ihn war der Schulbesuch täglich eine Herausforderung. Aufgrund einer Lippenspalte hatte er Angst vor Hänseleien der Klassenkameraden. Zum Schutz davor trug er oft eine Gesichtsmaske im Unterricht. Doch das ist inzwischen nicht mehr nötig. Isidro hat durch die Förderung im Transformatorenhaus mittlerweile ausreichend Selbstbewusstsein gewonnen, um seine Maske zuhause zu lassen. Außerdem verhelfen ihm logopädische Übungen mit den Mitarbeitern zu einer immer klareren Aussprache.
Benjamin aus Argentinien
Als Benjamin sich in der Kita in Jujuy, Argentinien eingewöhnte, konnte er nicht sprechen. Die Unfähigkeit, sich auszudrücken, löste bei ihm Frust aus und erschwerte ihm einen guten Umgang mit den anderen Kindern in der Gruppe. Es fiel ihm schwer, aufmerksam zu sein und zuzuhören. Die Mitarbeiter in der Kita nahmen sich intensiv Zeit, Benjamin zu helfen, sprechen zu lernen. Nach und nach begann er, zunächst zu brabbeln, bis es ihm immer mehr gelang, verständliche Wörter aussprechen. Benjamin veränderte sich stark. Er konnte sich zunehmend normal in der Gruppe verhalten und baute gute Beziehungen zu den anderen Kindern auf. Am Ende hatte er keine Probleme mehr, den vorgelesenen Geschichten zu lauschen.
Wenn Sie mehr über diese Arbeit erfahren möchten, erhalten Sie hier mehr Informationen:
Kindertagesstätte
Präventionsarbeit
